Branchenverbände verständigen sich auf gemeinsamen E-Invoice-Standard für die Spielfilmabrechnung
Ab 2027 sind strukturierte elektronische Rechnungen für Unternehmen verpflichtend
27.03.2026
Die deutsche Kino- und Verleihbranche verständigt sich auf einen gemeinsamen Branchenstandard für die elektronische Rechnungsstellung (E-Invoice) in der Kinoauswertung. Damit schaffen Kinos und Filmverleiher eine einheitliche technische Grundlage für die künftig gesetzlich vorgeschriebene elektronische Rechnungsstellung und modernisieren gleichzeitig den Datenaustausch in der Abrechnung der Kinoauswertung.
Der beschlossene Standard basiert auf dem bekannten E-Rechnungsformat ZUGFeRD (EN 16931-konform) und wird um branchenspezifische Datenfelder erweitert, die für die Abrechnung zwischen Kinos und Filmverleihern erforderlich sind. Ziel ist es, die gesetzliche E-Invoice-Pflicht mit einer praxisnahen Branchenlösung zu verbinden, die bestehende Abrechnungsprozesse digitalisiert und gleichzeitig medienbruchfreie Datenübermittlung ermöglicht.
Der Einigung liegt ein umfangreicher Abstimmungsprozess zugrunde, in dem Vertreter der Kino- und Verleihseite gemeinsam die erforderlichen Datenfelder und die technische Umsetzung definiert haben. Die Entwicklung und Koordination des Branchenstandards erfolgt unter der Projektleitung von Sven Andresen.
An dem Prozess waren die folgenden Branchenverbände beteiligt:
AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V.
AG Verleih – Verband unabhängiger Filmverleiher e.V.
AllScreens Verband Filmverleih und Audiovisuelle Medien e.V.
HDF Kino e.V.
Mit der Einigung liegt erstmals ein gemeinsamer technischer Rahmen für die elektronische Abrechnung in der Kinoauswertung vor. Der Branchenstandard soll nun von den beteiligten Unternehmen und technischen Dienstleistern umgesetzt werden. Die Verbände werden ihre Mitglieder in den kommenden Monaten bei der Implementierung unterstützen und gemeinsam über die nächsten Schritte informieren. Die Projektkoordination und die damit verbundenen Informationsveranstaltungen werden von der Filmförderungsanstalt gefördert.